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Häufig gestellte Fragen

1. Was ist die Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie, auch als Hirudotherapie bekannt, ist eine naturheilkundliche Behandlungsmethode, bei der Blutegel gezielt auf bestimmte Körperstellen appliziert werden. Während der Saugphase geben die Blutegel bioaktive Substanzen ab, die schmerzlindernd, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd wirken.

2. Wie funktioniert die Blutegeltherapie?


Die Blutegel saugen während ihrer Anwendungszeit Blut ab und sekretieren dabei Wirkstoffe wie Hirudin (ein Antikoagulans), Enzyme und weitere bioaktive Moleküle. Diese Substanzen verbessern lokal die Durchblutung, hemmen Entzündungsprozesse und fördern die zelluläre Regeneration – oft mit einem systemischen Effekt, der den gesamten Organismus unterstützt.

3. Bei welchen Beschwerden kann die Blutegeltherapie eingesetzt werden?


Die Therapie findet Anwendung bei chronischen Schmerzen, rheumatischen Beschwerden, Gelenkerkrankungen, Durchblutungsstörungen sowie venösen Problemen. Zusätzlich kann sie unterstützend zur Wundheilung und bei bestimmten Hauterkrankungen eingesetzt werden.

4. Tut die Behandlung weh?


Während des Ansaugens kann es zu leichten, vorübergehenden Unannehmlichkeiten kommen. Die meisten Patienten empfinden die Behandlung jedoch als gut verträglich, da der therapeutische Effekt die kurzzeitige Unbequemlichkeit schnell überwiegt.

5. Wie lange dauert eine Behandlungssitzung?


Die Saugphase der Blutegel dauert in der Regel zwischen 40 Minuten und 1,5 Stunden. Hinzu kommen die Vor- und Nachbereitung der Behandlung, in der das Behandlungsareal gereinigt und versorgt wird.

6. Welche Nebenwirkungen können auftreten?


Nach der Behandlung können leichte Nachblutungen, Rötungen oder Schwellungen an den Applikationsstellen auftreten. Diese Reaktionen sind in der Regel vorübergehend. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten, sofern die Therapie von einem erfahrenen Therapeuten durchgeführt wird.

7. Wie oft muss die Blutegeltherapie wiederholt werden?


Die Häufigkeit der Sitzungen hängt von der individuellen Beschwerdelage und den Therapieergebnissen ab. Manche Patienten benötigen nur eine Einzelsitzung, während andere mehrere Behandlungen über einen bestimmten Zeitraum erhalten. Ein individueller Therapieplan wird im Vorfeld gemeinsam besprochen.

8. Welche Vorbereitung ist erforderlich?


Vor der Behandlung erfolgt eine ausführliche Anamnese, um den Gesundheitszustand und eventuelle Kontraindikationen abzuklären. Es wird empfohlen, sich vor der Sitzung gut zu informieren, auf eine leichte Mahlzeit zu achten und ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen.